Ich wohne hier in der Nähe von Pretoria auf einer großen Trainingsbase. Zusammen mit ca. 50 Leuten aus der ganzen Welt. Es ist spannend und herausfordernd mit so vielen Kulturen auf einem Fleck zu leben. In der ersten Woche hat jedes Land sich und sein Essen vorgestellt.
<-- „Hier esse ich gerade indisch, mit der rechten Hand und ohne Besteck.“ Gekocht wird in kleinen Küchenteams. Alle 2 Wochen ist jedes Team einmal dran und kocht die Mahlzeiten für alle. Unser A-Team (African Exposure Team) besteht aus 25 Leuten. Wir wohnen immer zu viert oder zu zweit in kleinen Hütten oder Zimmern. Ich liebe mein kleines Haus. Ihr habt es ja schon im ersten Newsletter gesehen.Wir (das sind ich, Rebecca aus Holland, Roselyn aus Papua Neu Geuinea und Stini aus Deutschland) haben es uns ziemlich schön eingerichtet.
Unser Tagesablauf ist recht abwechslungsreich. Wir haben entweder verschiedene Seminare oder Practical work. Es fallen immer Arbeiten an auf der Base. Wir haben schon einen Garten angebaut, Autos gewaschen und so. Klingt total deprimierend? Ist es aber nicht. Wir gestalten, und das „Arbeiten“ ist immer lustig genug.
Einmal in der Woche gehen wir in die Einkaufsmall. Als wir da ankamen dachte ich, dass ich in Amerika gelandet bin. Die ist einfach nur riesengroß. Hier gibt es wirklich alles, aber für einen Bruchteil von den Preisen in Europa. Das ist die eine Seite von Südafrika.
Aber auf dem Weg zur Mall sieht man auch die andere Seite: Bettelnde Kinder am Auto und Armutsviertel an den Straßen. Ich find es hart zu sehen, dass arm und reich hier direkt nebeneinander wohnen.
Die Kinder hier sind ganz anders als in Deutschland. Man trifft sie überall und die kommen sofort auf einen zugerannt und fangen an Kontakt mit dir aufzunehmen.
Sonntags morgens ist immer ein Gottesdienst. Ich liebe den afrikanischen Lobpreis. Die Gottesdienste hier sind sehr lebendig.
Am 24. September beginnt unser erste Outreach ins Swazieland für 2 Wochen. Das ist an der Grenze zu Botswana. Wir haben noch keine Ahnung was genau uns da erwarten wird. Hier läuft alles recht spontan ab.
Übrigens: Ich kann das Vorurteil, dass die Afrikaner ein anderes Zeitverständnis als die Europäer haben nur bestätigen. Bei uns wird Zeit in Sekunden definiert, hier eher nach dem Stand der Sonne;
Die besten Grüße
Pina :o)
(english translation will follow. micha)